Krallen schneiden
Zu lange Krallen – ein unterschätztes Problem
Wer kennt es nicht – das typische Klack-Klack-Klack, wenn der Hund durchs Haus läuft.
Kaum jemand denkt sich etwas dabei. Jedoch ist dies ein Zeichen dafür, dass die Krallen zu lang sind.
Im normalen Gang oder Trab sollten die Krallen den Boden nicht einmal berühren – die Ballen reichen dazu aus.
Die Krallen werden nur benötigt, wenn der Hund auf Gras oder Sand rennt und mehr Halt braucht.
Zu lange Krallen sind allerdings weitaus weniger harmlos als zu lange Fingernägel bei Menschen.
Sie können die komplette Haltung des Hundes verändern und zu Verspannungen und langfristig auch zu Arthrosen führen.
Wenn die Krallen ständig den Boden berühren, werden sie bei jedem Abrollen ins Krallenbett gedrückt.
Das ist sehr unangenehm für den Hund und er verlagert seinen Schwerpunkt weiter nach hinten.
Die Muskulatur verkrampft, die Wahrnehmung des Bodens verändert sich und das Gangbild wird unnatürlich.
Vor allem bei älteren Hunden, die weniger rennen und toben, sieht man häufig zu lange Krallen.
Gerade für Senioren ist es jedoch extrem wichtig, korrekt und bequem stehen zu können.
Bei Hunden, die z. B. Agility machen, können zu lange Krallen noch schneller zu Problemen führen.
Beim Anlaufen auf ein Hindernis werden Zehen sowie Hand- und Sprunggelenke deutlich stärker belastet.
Dies führt häufiger zu akuten Verletzungen und auch früher zu Arthrosen.
Warten Sie nicht zu lange mit dem Kürzen der Krallen – Sie tun Ihrem Hund damit keinen Gefallen.